|
Es begann mit der Gründung einer Jugendgruppe, die durch den Wanderfreund Pilz ins Leben gerufen wurde. Laut Satzung des Harzklub - Hauptvereins durfte eine Jugendgruppe ohne Zweigverein nicht bestehen und so wurde durch Plakatwerbung und entsprechenden Werbeartikeln in der Goslarschen- und Harzburger Zeitung die Gründung des Zweigvereins vorbereitet. In der Gastwirtschaft zur “ Börse “ wurde auf der Gründungsversammlung am 15.04.1958 der 47. Harzklub- Zweigverein mit 23 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. 1. Vorsitzender dieses jungen Vereins wurde Rektor Paul Schwarz, der bereits vorher die Harzklub- Zweigvereine Walkenried und Steina mitbegründet hatte. Natur- und Heimatpflege, Wandern und entsprechende Jugendbetreuung waren die Aufgaben des Vereins und füllten eine bis dahin bestehende Lücke. Zusätzliche Aufgaben bestanden in der Betreuung eines Wandergebietes, Markierung von Wegen, Schaffung von Aussichtsplätzen, Aufstellen von Ruhebänken, Quellfassungen sowie die Erstellung von Schutzhütten. Arbeiten, die auch heute noch zu den Aufgaben eines Zweigvereins gehören.Vorrang hatte die Brauchtumsarbeit mit der Jugend. Dr. Louis Wille, Heimatkundler und profunder Kenner der Harzer Geschichte,übernahm 1958 als Chorleiter die junge Brauchtumsgruppe. Er knüpfte bei seiner Arbeit mit der Gruppe an alte Traditionen an. Mit dem Erfolg, das innerhalb von 10 Jahren die Brauchtumsgruppe über 20- mal im Rundfunk zu hören war, unter Anderem mit der Sendung “ Brauder lat den Maut nicht sinken “ . Die Pflege des alten Kulturerbes im Ost- und Westharz, die Analyse der Harzer Jodlerkunst, zeigen die Handschrift von Dr. Wille. Heimatabende im “ Löwen “ oder im “ Café Goldberg “, Mundartdichtertreffen in Harlingerode, Erntedankabende, Heimat- und Volksfeste in Harlingerode wurden von der Brauchtumsgruppe und dem Verein für die Bevölkerung gestaltet. Aufgrund der vielen Rundfunkaufnahmen waren Einladungen in der näheren und weiteren Umgebung vorprogrammiert. Die bis 1968 amtierenden Vorsitzenden Hermann Hirche und Kurt Schubert und ab 1969 Peter Klohr, gaben dem Verein ihr persönliches Gepräge. Mit Peter Klohr begann 1973 und 1975 mit der Teilnahme am Folklorefestival in Zakopane / Hohe Tatra die Zeit unserer Auslandspräsentationen. Bis 1979 folgten dann Griechenland, Frankreich und Holland. 1975 gab sich die Brauchtumsgruppe den Namen “ Harzer Roller “, und trat fortan unter diesem Namen auf.1977 gab es in Harlingerode die erste Internationale Begegnung mit Gruppen aus Spanien und Norwegen. Im Kurhaus von Bad Harzburg wurden unzählige Auftritte veranstaltet. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin haben wir oft mit unseren Beiträgen für den Harz geworben. 1975 wurde mit der Arminia Musikproduktion Erich Storz die erste LP mit dem Titel “ Mein Harzer Land wie bist du schön “, herausgebracht. 1980 übernahm Gerd Berg den Vorsitz des Harzklub - Zweigverein Harlingerode und bekleidet dieses Amt bis heute. 1983 ging es auf Einladung der Bulgarischen Regierung für 10 Tage mit dem Zug zu einem Folklorefestival nach Burgas ans Schwarze Meer. Bis zum Jahr 2000 präsentierten die “ Harzer Roller “ noch 10- mal den Harz und die Stadt Bad Harzburg im Ausland. Unter der Regie von Joachim Wiesenmüller aus Thale wurde 1997 auf dem Folklorefestival in Zakopane der 3.Platz erkämpft. Die bronzene Goralenaxt war die Auszeichnung für diesen Platz und stellt für den Verein und die Gruppe den größten Erfolg dar.12- mal hatten die “ Harzer Roller “ Gelegenheit ihr Können im Fernsehen zu präsentieren.
|